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Schuhpflege

Fett, Öl, Wachs - ist das nicht egal? Wasserdicht wird das Leder doch mit jedem von den dreien?!
Das ist nur zum Teil richtig. Fett hat den großen Nachteil, die Poren so "zuzuschmieren", daß früher oder später aus Wanderstiefeln Gummistiefel werden. Von außen kommt zwar kein Wasser in Form von Regen, Tau oder Schnee mehr hinein, aber von innen kann auch keine Feuchtigkeit - in Form von Schweiß - entweichen. Man bekommt dann vom eigenen Saft nasse Füße.

Öl macht das Leder weich. Es dringt tief ins Leder ein und verklebt die Fasern. Der Schuh verliert schnell seine Stabilität, und man läuft ihn "aus der Form". Darum sollten Sie Wachs bevorzugen. Ein gutes Schuhwachs bleibt an der Oberfläche. Es dringt nicht ein und verklebt dabei das Leder. Der Schuh bleibt in Form und ist gleichzeitig "wasserdicht". Wir haben verschiedene Bienen- und Silikonwachse im Sortiment. Aber Vorsicht - man kann seine Schuhe durch zu häufiges Imprägnieren auch "totwachsen"!

Leder - insbesondere Schuhleder - mag keine direkte Hitze. Es trocknet aus und wird brüchig. Lieber ein wenig Zeitungspapier hinein und eine Stunde Trockenzeit einrechnen, als sie in die Sonne oder auf die Heizung zu stellen. Beachten Sie auch bitte die beiliegende Pflegehinweise der Hersteller.

Pflege-Anleitung

Schuhmacherei

Schuhproduktion ist eine aufwendige Sache, besonders wenn man sie ernst nimmt und mit handwerklichem

Ehrgeiz betreibt. Vieles ist Tradition, bleibt Handarbeit und läßt sich ohne Qualitätsverlust auch nicht automatisieren. Das ist einer der Gründe, warum gute Trekkingschuhe teuer sind. Qualität beginnt schon bei der Auswahl der Leder. Kein Schuhhersteller kann es sich leisten, eigene Leder zu fabrizieren. Und so hat die Haut schon einiges hinter sich, bevor sie beim Schuhmacher landet. Nur wenige Gerber können mit ihren Lederqualitäten die Ansprüche eines Profischusters erfüllen. Minimale Farbunterschiede, eine etwas glattere oder rauhere Struktur können ein Leder sofort für eine Serie disqualifizieren.

Hat ein Schuhmodell Planung und Design durchlaufen, werden die Maße der einzelnen Teile (bis zu 170 pro Paar) für die verschiedenen Größen festgelegt. Für die Lederteile werden Stanzmesser gefertigt, die nach dem gleichen Prinzip wie Gebäckförmchen arbeiten. Die Kanten der Lederteile werden geschliffen, und der Schaft wird zusammengenäht. Eine Membran wird eventuell eingebaut und das formgebende Schaummaterial eingeklebt. Als Zwischenprodukt erhält man nun das komplette Oberteil des Schuhs. Dieser Schaft wird nun auf einen Leisten gezogen und mit Hitze und Dampf in Form gebracht. Anschließend wird die Brandsohle aufgeklebt, manchmal auch genäht. Das alte Vorurteil, geklebte Schuhe seien instabiler als genähte und gingen schneller kaputt, ist überholt. Als letztes kommen Zwischen- und Laufsohle dran und fertig ist der Schuh.

Das heißt - noch nicht ganz: kontrolliert werden muß er noch, eventuelle Klebereste wollen entfernt werden, das Leder wird nochmals behandelt. Freundliche Schuhhersteller ziehen die Schnürsenkel ein - gestreßte Verkäufer und Kunden wissen es zu schätzen...

Reparaturen

Alle von uns vertriebenen Wanderstiefel lassen sich neu besohlen. Dies lohnt sich bei einem guten Stiefel mindestens einmal. Sie werfen Ihr Fahrrad ja auch nicht auf den Müll, wenn die Reifen blank sind.

Unser Schuhmacher kann ebenso kleine Reparaturen wie aufgegangene Nähte oder ausgerissene Schnürösen innerhalb weniger Tage ausführen.

Ebenso senden wir Ihre Stiefel zum Selbstkostenpreis gerne an die von uns geführten Hersteller ein, falls es größere Probleme gibt. Denn an guten Stiefeln läßt sich vieles reparieren, ein billiger Wanderschuh kann am Ende schnell der teurere sein.

 


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